
Zugegeben: Ich habe meine Atari 2600, den Großvater aller Spielekonsolen, gequält. Sie Pfiff aus dem letzten Loch, als mein Vater mir meinen ersten Computer schenkte: einen Schneider CPC464. „Beschäftige Dich damit. Die Dinger sind die Zukunft“, sagte er lapidar. Ein denkwürdiger Tag! In einem überhaupt spannenden Jahr, wie der Blick zurück zeigt: 1984 erlernte ich Programmieren. Den Soundtrack dazu lieferte das Album „Back in Black“ von AC/DC. Damals war mir weder klar, um was für ein epochales Album der Rockgeschichte es sich handelte, noch, dass meine Faszination für Algorithmen und logische Probleme den Boden für eine erfolgreiche Selbständigkeit ebnen würde.
Davor standen erst einmal Schweiß und viele Fragen: Abi - geschafft. Und jetzt? Studieren oder doch eine Lehre zum Zweiradmechaniker machen und später eine eigene Motorradwerkstatt haben? Der Zivildienst war eine willkommene Fristverlängerung. Und endlich entschied ich mich für die akademische Variante: das Maschinenbaustudium.
Vielleicht stecken sogar Öl, Metall und Konstruktionszeichnungen in meinen Genen. Als Kind haben mich die Geschichten meines Großvaters stets begleitet: Wie er als Lehrjunge täglich zu Fuß 25 Kilometer weit zu seinem Arbeitsplatz lief, sich dort beim Reinigen der Verpackungsmaschinen die heraus gepuhlte braune Masse auf der Zunge zergehen ließ – und so die erste Schokolade seines Lebens aß. Wie er in diesem Unternehmen Karriere machte und in dessen Auftrag schließlich als Ingenieur die ganze Welt bereiste.
Mein Vater war über 10 Jahre als Ingenieur zur See auf den Weltmeeren zu Hause. Oft begleitet von meiner Mutter, die mich schließlich auf einem dieser Schiffe mitten im Vietnamkrieg zur Welt brachte: im einem der drei OP-Säle des Hospitalschiffs „Helgoland", das von 1966 bis 1972 in den Häfen von Saigon und DaNang lag.
Bereits im Mutterleib dürfte mir seit Beginn der Reise das Stampfen, Dröhnen und Vibrieren der Maschinen ins Blut übergegangen sein. So war es schließlich doch unausweichlich für mich, ebenfalls Maschinenbau zu studieren!
Als diese Entscheidung gefallen war, begannen gleich die Träume: vor meinem geistigen Auge sah ich mich die abgefahrensten Motorräder konstruieren. Ich würde immer reichlich ölverschmiert mein heiß geliebtes Hobby ausüben – und dieses sogar zu einem gut bezahlten Beruf machen!
Doch bald stellte sich eine gewisse Ernüchterung ein: ich wurde zu einem hochspezialisierten Formellöser mit Tunnelblick für physikalisch-technische Detailprobleme ausgebildet. Sämtliche organisatorischen und betriebswirtschaftlichen Aspekte spielten im ingenieurstechnischen Studium keine Rolle. Als Generalist betrachte ich aber Systeme und Probleme gerne als Ganzes. Also begann ich nebenbei BWL an der FernUni Hagen zu studieren. Davon profitiere ich noch heute.
Letztlich durchkreuzte die wirtschaftliche Realität meinen großen Traum. Denn Ende der 90er Jahre steckte der Maschinenbau in einer fundamentalen Krise. Jobs für Absolventen waren Mangelware und äußerst schlecht bezahlt.
Der Lichtblick kam aus einer anderen Branche. EDV: Drei boomende Buchstaben, die für eine verheißungsvolle Zukunft standen. Man akquirierte Personal aus allen naturwissenschaftliche/technischen Studiengängen, noch bevor die Leute das Studium beenden konnten.
Dass ich mit Computern kann, hatte ich bereits bei einer Prüfung während eines Programmier-Praktikums bewiesen: Wir hatten zwei Doppelstunden Zeit, um ein Problem zu lösen. Ich hatte es in 20 Minuten bewältigt. Der Assistent sah kurz auf den Monitor und sagte, dass meine Lösung nicht funktionieren könne. Begründung: Mit den wenigen Codezeilen könne man dieses Problem nicht lösen. Doch mein Informatiklehrer am Gymnasium hatte ganze Arbeit geleistet: Denn meine Lösung funktionierte sehr wohl! Die Erfahrung, dass mir das Programmieren innerhalb kürzester Zeit geradezu aus dem Kopf durch die Finger in den Rechner hineinfließt, begleitet mich seitdem.
So fiel es mir dann doch relativ leicht, meinen Weg in die Berufswelt als Systemadministrator in der Zentrale eines führenden europäischen Herstellers von Medical-Produkten zu starten. Bis mir eines Tages klar wurde, dass ich eine neue Herausforderung brauchte.
Mein Ziel: Selbstständigkeit! Der Geschäftsinhalt: Zuerst ein Büro für IT-Consulting, das sich - der Nachfrage meiner Kunden folgend - schließlich zu einer Agentur für Internetpräsenzen entwickelte.
Die Geburt des „World Wide Web“ hatte ich während meines Studiums hautnah im Rechenzentrum der Fachhochschule erlebt. Damals haben wir an geradezu monströsen Workstations der Firma Sun gearbeitet, auf denen ein Unix-Betriebssystem lief. Heute wird mein Grinsen sehr breit, wenn ich daran denke, wie stolz wir auf die ersten Internetseiten waren, die wir mit HTML erstellt hatten. Verglichen mit den heutigen Möglichkeiten waren das wirklich krude Gebilde. Trotzdem: Sie gaben den Startschuss für meine mittlerweile 11-jährige Selbständigkeit in der IT-Branche.
Seitdem erlebe ich mich täglich darin, möglichst perfekte Lösungen für meine Kunden zu finden. Die Präzision des Ingenieurs leitet mein Denken. Dank des BWL-Studiums spreche ich sowohl die Sprache der Techniker als auch die der Kaufleute und betrachte daher Problemstellungen aus beiden Blickwinkeln; das führt oft zu unerwarteten Lösungsansätzen. Und letztlich bringe ich in jedes Projekt meine langjährig gesammelten Erfahrungen ein und die ständige Aktualisierung meines Wissens. Dies wird abgerundet durch das Know-how aus meinem Experten-Netzwerk.
Motoradfahren ist dann doch „nur“ ein Hobby geblieben. Die Zeit dafür ist knapp, doch sobald die Maschine unter mir röhrt, genieße ich jede Minute. Diese Momente geben mir Kraft, neue Kniffe auszutüfteln, die meinen Kunden zugutekommen.
In diesem Geist ist eType Websolutions herangewachsen. Ich bin gespannt darauf, welche Lösung ich für Sie finden darf!
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